Maruška Alžběta Vaněková Mara Vanek ist deutlich älter, als man erwarten würde. Optisch schätzt man sie oft irgendwo um die Mitte, vielleicht Ende Dreißig ein, manche attestieren ihr Anfang Vierzig und fragen, was ihr Geheimnis ist. In solchen Momenten lacht sie nur, denn natürlich rechnet niemand damit, dass sie bereits über hundert ist und dass ihr Geheimnis bloß ihr Vater ist - ein Wassermann aus dem heutigen Tschechien. In den 80ern führte es die halbmenschliche Hexe nach London, wo sie seitdem in der Nokturngasse heimisch ist. Als Heilerin kümmert sie sich um all jene, die einen Weg ins St. Mungos lieber vermeiden würde - oder aber zu verzweifelt sind, nirgendwo anders Hilfe gefunden haben. Sie verurteilt nicht, sie interessiert sich nicht für moralische, menschliche Abgründe, sie nimmt jeden so, wie er ist und ist längst nicht so harmlos, wie ihr jugendliches Äußeres und ihre geringe Körpergröße vermuten lassen.